Durchführung der Myom-Embolisation

Eine Patientin mit Myomen der Gebärmutter und typischer Beschwerdesymptomatik kann erfolgversprechend durch eine Embolisation behandelt werden, falls keine der weiter unten genannten Gegengründe (siehe unter "Kontraindikationen") vorliegen.

Hierfür wird die Patientin stationär in der gynäkologischen Klinik unseres Hauses aufgenommen und nochmals gynäkologisch untersucht.

Auch die Behandlung insgesamt wird in enger Kooperation von unserer radiologischen Abteilung mit der gynäkologischen Klinik durchgeführt.

Am Vormittag findet die eigentliche Behandlung in der radiologischen Abteilung in folgender Weise statt:

Als Patientin befinden Sie sich in bequemer Rückenlage auf einem Untersuchungstisch liegend. Im Bereich einer Leiste – meist auf der rechten Seite – wird eine punktförmige örtliche Betäubung mittels Spritze vorgenommen, die Leistenschlagader punktiert, ein dünner Kunststoffschlauch in die Beckengefäße eingeführt und mit diesem die Gebärmutterschlagader zunächst auf der einen und anschließend auf der anderen Seite aufgesucht. Die Katheterlage wird mit Hilfe von Kontrastmittelgabe und Röntgendurchleuchtung kontrolliert. Wenn der Katheter an der richtigen Stelle liegt, werden durch den Katheter kleine Kunststoffkügelchen (Durchmesser ca. 0,5 – 0,7 Millimeter) in das Blutgefäß gespritzt, die das Blutgefäß verstopfen (embolisieren), so daß die Blutzufuhr im Bereich der Myome gestoppt wird und diese in den nächsten Wochen an Größe abnehmen, schrumpfen und keine Beschwerden mehr verursachen. Wenn beide Gebärmutterschlagadern in gleicher Sitzung so behandelt sind, wird der Katheter wiederum entfernt. Die Punktionsstelle an der Leiste muß dann einige Minuten von außen abgedrückt und anschließend mit einem festeren Verband (Druckverband) versorgt werden.

Abbildung 3

Bis zum Morgen des darauffolgenden Tages sollte Bettruhe eingehalten werden, der Druckverband wird dann entfernt.

 

Schmerztherapie und begleitende medikamentöse Behandlung